Es ist nicht leicht, ein Gott zu sein – Nehéz istennek lenni (Kornél Mundruczó, Ungarn)

 

 

In ungarischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Do. 3.11. 20:00 – 22:00 Uhr, im Anschluss Publikumsgespräch

Fr. 4.11. 20:30 – 22:30 Uhr

Flughafen Dresden

 

 

Es ist nicht leicht, ein Gott zu sein – Nehéz istennek lenni (Kornél Mundruczó, Ungarn)

Ein „überlebensechtes Roadmovie vom Rand Europas“ nennt Kornél Mundruczó seine Produktion „Es ist nicht leicht, ein Gott zu sein“, in der er den gleichnamigen Science-Fiction-Roman der russischen Brüder Strugatzky verarbeitet. Für sein Spiel mit Laien- und Profischauspielern über Menschenhandel, Machtmechanismen und politischen Extremismus führt er das Publikum aus dem Theatersaal heraus. Gespielt wird auf der Ladefläche zweier Lastwagen. Fünf Frauen werden dort gegen ihren Willen als Prostituierte festgehalten. Mit der Hoffnung auf ein besseres Leben und eine eigene Kreditkarte waren sie ins Land gekommen, doch in den Fängen eines sadistischen Filmteams ist kein Raum für Menschlichkeit. Ein Erzähler beobachtet ihren Kampf aus der Entfernung, präsent und doch unfähig einzugreifen. Er hat die Wahl, menschlich zu sein oder selbst zu überleben.

 

„Mundruczó stellt fast schmerzhaft die Frage nach der Verantwortung, nach der Verantwortung beim Zuschauen. Mit der für das osteuropäische Theater oftmals typischen Drastik buchstabiert der 35-jährige Film- und Theaterregisseur sein Anliegen in einer Mischung aus Reality-Show und Schauspiel. Dabei vermischt er geschickt die Genres Theater und Film miteinander und lässt seine Darsteller zugleich immer mal wieder aus ihrem Hardcore-Realismus ausbrechen, indem sie Popschnulzen-Oldies singen.“ (Deutschlandradio Kultur)

 

Mit: Gergely Bánki, János Derzsi, Marina Gera, László Katona, Diána Magdolna Kiss, Zsolt Nagy, Roland Rába, János Szemenyei, Orsi Tóth, Kata Wéber
Text / Regie: Kornél Mundruczó
Koautor: Yvette Biró

 

Produktion: Proton Cinema 2010
Koproduktion: Alkantara Festival, Lissabon; Baltoscandal, Rakvere; Culturgest, Lissabon; Kunstenfestivaldesarts, Brüssel; Rotterdamse Schouwburg,
Rotterdam; Theater der Welt 2010, Essen; Théâtre National de Bordeaux, Bordeaux; Trafó – House of Contemporary Arts, Budapest.
 
 

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