Béla Pintér & Company
Unsere Geheimnisse / Titkaink

(Ungarn)

Mi, 19.11. 20.00-22:00 Uhr, Theater Freiburg, Kleines Haus,
im Anschluss Publikumsgespräch                                                                                       –> TICKETS

Do, 20.11. 20.00-22:00 Uhr, Theater Freiburg, Kleines Haus                                    –> TICKETS


Ungarn im Sozialismus der 80er Jahre: Wer will, trifft sich in Budapester Tanzhäusern, tauscht Platten oder macht Musik. Was als kultureller und privater Freiraum gefeiert wird, ruft prompt den Staat auf den Plan. Auch hier haben die Wände Ohren und hört die Staatssicherheit immer mit. Private Geheimnisse verwandeln sich schnell in kompromittierendes Material. Freunde werden zu Informanten und Erpressungen ein perfides machtpolitisches Spiel. Seit fünfzehn Jahren hält der Regisseur und Schauspieler Béla Pintér mit seinem ausgesprochen musikalischen Theater der ungarischen Gesellschaft einen Spiegel vor. Mal bissig grotesk, mal differenziert und einfühlend untersucht er auch in dieser Produktion die geflissentlich unter den Teppich gekehrten „Geheimnisse“ der Vergangenheit, während das Klima des Spitzeltums und ideologisch geschürten Misstrauens im heutigen Ungarn wieder bedrohlich Gestalt annimmt.

In ungarischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Altersempfehlung 18+


E
Hungary under socialist rules in the 1980s. People meet in dance houses, swop records and make music together. Events acclaimed as cultural and private spaces promptly receive the attention of the government: state security is listening in. Personal secrets turn into compromising evidence, friends become informants and blackmail a perfidious political power-seeking game. In his production Béla Pintér investigates the secrets of the past while the atmosphere of mutual spying on each other and ideologically fuelled mistrust is once again taking a menacing turn in Hungary today.


F
La Hongrie socialiste des années 1980. On se rencontre dans les maisons de danse, on échange des disques et on fait de la musique. Ce qui est célébré comme un espace culturel et privé provoque immédiatement l’intervention de l’État: la sûreté de l’État écoute. Les secrets privés se transforment en matériau compromettant, des amis deviennent des informateurs et le chantage un jeu politique perfide. Béla Pintér étudie dans sa production les secrets du passé tandis que le climat de délation et de méfiance idéologique prend de nouveau des formes menaçantes dans la Hongrie d’aujourd’hui.


Béla Pintér ist Autor, Schauspieler und Regisseur. 1987 begann er als Schauspieler bei der Gruppe Arvisura. 1998 gründete er an der TU Budapest seine eigene Kompanie PBEST, die seitdem im dort ansässigen Szkéné-Theater auftritt und in 15 Jahren zahlreiche ungarische und internationale Preise gewonnen hat. Die Kompanie realisierte bisher zahlreiche Uraufführungen, die sich insbesondere mit der Geschichte und den kulturellen Traditionen Ungarns beschäftigen. Diese verknüpft Pintér mit Beobachtungen zur aktuellen politischen Situation.


Credits
Mit: Zoltán Friedenthal, Eszter Csákányi, Hella Roszik, Éva Enyedi, Zsófia Szamosi, Béla Pintér, Szabolcs Thuróczy, Angéla Stefanovics, György Póta, Gábor Pelva; Musik: Hella Roszik, Gábor Pelva, György Póta; Text / Regie: Béla Pintér; Dramaturgie: Éva Enyedi; Kostüm: Mari Benedek; Kostümassistenz: Julcsi Kiss; Bühne: Gábor Tamás; Licht: László Varga; Ton: István Simon; Requisite: László Quitt; Finanzen: Gyula Inhaizer; Produktionsleitung: Anna Hidvégi; Regieassistenz: Rozi Hajdú

Produktion: Béla Pintér & Company; Gefördert durch EMMI – Ministry of Human Resources of ¬Hungary; National Cultural Fund of Hungary; Szkéné Theatre; Goethe-Institut Budapest


http://www.pbest.hu


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