Vorträge und Diskussionen

Plant-for-the-Planet

02. NOVEMBER, 18 – 18.30 UHR,
MÜNCHNER KAMMERSPIELE, KAMMER 1


Die Kinder von heute müssen mit den Folgen des Klimawandels leben. Darum hat der damals neunjährige Schüler Felix Finkbeiner 2007 die Kinder- und Jugendinitiative Plant-for-the-Planet gegründet. Diese möchte durch Baumpflanzaktionen ein Bewusstsein für globale Gerechtigkeit und Klimawandel schaffen. Bereits im ersten Jahr wurden in Deutschland 150.000 Bäume gepflanzt. Mittlerweile beteiligen sich Kinder aus 93 Ländern. In einer kurzen Keynote erfahren wir, was Klimagerechtigkeit für die jungen Aktivist/innen bedeutet.

MIT
einer/m Botschafter/in für Klimagerechtigkeit von Plantfor-the-Planet


Tags Nachhaltigkeit Konsum Verschwendung, Postkolonialismus Transnationale Verflechtungen

Bezahlbares Wohnen: Utopie oder Zukunft?

03. NOVEMBER, 20 – 21.30 UHR,
KULTURBÜHNE SPAGAT, BAUHAUSPLATZ 3

Vorkaufsrecht oder Mietpreisbremse, Kapitalanlage oder Spekulationsobjekt: Die Mieten steigen unaufhörlich und der akute Mangel an Sozialwohnungen bringt viele Menschen in existentielle Bedrängnis. Vielerorts stehen Bund, Länder und Kommunen für eine verfehlte Wohnungspolitik. Wenn Wohnraum mehr und mehr zur Ware wird, müssen wir über alternative Modelle für die Zukunft nachdenken.

MIT
Maximilian Heisler (Bündnis Bezahlbares Wohnen), Prof. Dr. Elisabeth Merk (Stadtbaurätin der Landeshauptstadt München ), Christian Stupka (Stattbau München), Jutta Speidel (Horizont e.V.)
MODERATION Alex Rühle (SZ)


Tags Armut Prekariat, München, Wirtschaft Finanzmärkte Kapitalismus

Europa der verschiedenen Geschwindigkeiten? Hintergründe und Ausblicke

04. NOVEMBER, 16 – 17.30 UHR,
LOTHRINGER13, LOTHRINGER STR. 13

1968 gaben die Bundesrepublik Deutschland und Jugoslawien der Arbeitsmigration einen legalen Rahmen: hier „Anwerbeabkommen“, dort „Abkommen über soziale Sicherheit“ genannt. Während die sogenannten Gastarbeiter/innen aus Jugoslawien bald eine Normalität im bundesdeutschen Alltag waren, kam es nach dem Zerfall Jugoslawiens zu Entfremdungsprozessen. Ausgehend vom Theaterstück „ConVAKATary Konak“ und im Rahmen der Ausstellung „no stop non stop“ diskutieren eingeladene Expert/innen über die Entstehung eines Zusammenlebens, über Migration und Grenzen in Europa.

MIT Katja Kobolt (Kuratorin), Karolina Novinščak Kölker (Historikerin, Universität Regensburg) und Boris Ceko (God’s Entertainment) und anderen


Tags Flucht Migration, Gender Diversity Transkultur, Postkolonialismus Transnationale Verflechtungen

Gewaltig ungleich: Migrationswelten dokumentieren

04. NOVEMBER, 19 – 20.30 UHR,
BELLEVUE DI MONACO (CAFÉ), MÜLLERSTR. 2 – 6

Körper, umgeben von Kleidung, treiben einsam und tonlos durch das Schlussbild von Laura Uribes Stück „Mare nostrum“, das beim diesjährigen Theaterfestival in den Münchner Kammerspielen gezeigt wird. Ein wirkmächtiges Motiv, das verstört und zugleich Alltag ist. Die Welten von Flucht, Vertreibung und Migration sind geprägt von untrennbaren Widersprüchen: Leben, Tod, Angst, Hoffnung, Ausbeutung, Solidarität, Ignoranz, Entwurzelung, Neuanfang, Distanz, Nähe. Dafür scheint ein Blick auf Fluchtrouten, Bürgerkriege und Grenzanlagen im Mittelmeerraum bereits zu genügen. Medialen und künstlerischen Dokumentationsprozessen fällt dabei eine zentrale Rolle zu, Widersprüchliches zu benennen und zugänglich zu machen. Gleichzeitig bleibt es eine Herausforderung, Wissen über Fluchtkontexte in Europa und weltweit und damit einhergehende strukturelle Ungleichheiten und Gewalterfahrungen kritisch-aktivistisch erfassbar zu machen.
Welche Rollen nehmen Medienschaffenden und KünstlerInnen dabei ein? Welche Grenzen, Konflikte und Handlungsspielräume ergeben und schließen sich? Wo liegen Grenzen zwischen transnationalen politischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Wirklichkeiten und Realitäten?

MIT
Jakob Preuss (Filmemacher), Efthymis Angeloudis (Journalist) und Laura Uribe (Theaterregisseurin), Alex Rühle (Moderation)
IN KOOPERATION MIT dem Bellevue di Monaco


Tags Flucht Migration, Postkolonialismus Transnationale Verflechtungen

Macht und Monopole in der digitalen Ökonomie

05. NOVEMBER, 19 – 20.30 UHR
MÜNCHNER KAMMERSPIELE, KAMMER 3

In der digitalen Wirtschaft eröffnen sich für Plattformen wie Google, Facebook und Amazon enorme Möglichkeiten, eine marktbeherrschende Stellung einzunehmen, hohe Gewinne zu erzielen, Steuern zu vermeiden und Transparenz zu verhindern. Wodurch lassen sich solche Monopolisierungs-Prozesse erklären? Was kann die Gesetzgebung dagegen ausrichten? Was kann der Schutz von Verbraucher/innen leisten? Die zum 25. Mai 2018 wirksam gewordene EU Datenschutz-Grundverordnung erhöht die Transparenzpflichten von Unternehmen und erweitert die Rechte der Nutzer. Neben einer Analyse der aktuellen Situation reflektiert der Vortrag Möglichkeiten der digitalen Selbstverteidigung.

MIT
Prof. Ingrid Schneider (Universität Hamburg)


Tags Besitz Reichtum Privilegien, Wirtschaft Finanzmärkte Kapitalismus

Reichtum regiert die Welt

EIN ANTISEMITISCHES VORURTEIL IN DER ANTIKAPITALISMUS- UND ANTIGLOBALISIERUNGSDEBATTE
05. NOVEMBER, 19 – 20.30 UHR,
NS-DOKUMENTATIONSZENTRUM, MAX-MANNHEIMER-PLATZ 1

Antikapitalismus und Antisemitismus gehen seit eh und je Hand in Hand. Zu finden sind damit verbundene Vorurteile nicht nur in klassischer Literatur, sondern auch in zeitgenössischer Jugendkultur und Verschwörungstheorien. Wie viel Wahrheit steckt hinter den Vorurteilen? Woher kommt die negative Konnotation, die damit einhergeht? Wieso wird die Erinnerung an jüdische Mäzenate in diesem Zusammenhang allzu oft verdrängt?

MIT Prof. Michael Wolffsohn (Historiker und Publizist) und Dr. Mirjam Zadoff (Direktorin des NS-Dokumentationszentrums München)
IN KOOPERATION MIT der jüdischen Gemeinde und dem NS-Dokumentationszentrum München


Tags Besitz Reichtum Privilegien, Rassismus Diskriminierung NSU, Religion Philosophie

Monokultur München: Vom Blauen Reiter zum Roten Reiter

05. NOVEMBER, 19 – 22 UHR, ANSCHL. PARTY,
FAVORIT BAR, DAMENSTIFTSTR. 12

Vor zwei Jahren hat die Aktionsgruppe Monokultur München ihren Stadt-Diskurs gestartet, den Verlust von Sub- und Gegenkulturen kritisiert und der Stadt wegen ihres miserablen Außenbilds mit einer Klage wegen Rufschädigung für Künstler/innen gedroht. Jetzt verwandelt Monokultur die Favorit Bar in eine Sauna. In entspannter Atmosphäre geht es um die Klimaverschlechterung im bayerischen Singapur, das Anforderungsprofil des neuen Kulturreferenten (der neuen Kulturreferentin?) und um die Bedeutung des Kunstmachens in einer nach rechts rückenden Gesellschaft. Vor allem gilt: Kein Schweiß aufs Holz!

INFOS www.mono-kultur.org


Tags München

Weg damit?! Perspektiven auf geplante Obsoleszenz und Konsumrausch

06. NOVEMBER, 19 – 20.30 UHR,
MÜNCHNER KAMMERSPIELE, KAMMER 3,
AB 17 UHR UND IM ANSCHL. AN DIE DISKUSSION: REPAIRCAFÉ FÜR TECHNIK UND FAHRRÄDER


Wir wollen uns dem Begriff der geplanten Obsoleszenz, der gezielt herbeigeführten Verringerung der Lebensdauer von Produkten, widmen und fragen: Welchen Ursprung hat die frühe Abnutzung, und werden in Produkte wirklich vorsätzlich Schwachstellen eingebaut? Oder liegt das Problem nicht vielmehr bei den Konsument/innen? Gemeinsam möchten wir weiterdenken und Strategien gegen den Verschleiß und die Mentalität des Wegwerfens besprechen.
Die Diskussion wird gerahmt von einem Repaircafé. Haben Sie einen kaputten Toaster, ein plattes Fahrrad oder eine Jeans, die Sie schon lange flicken wollten? Hier haben Sie die Chance einen Gegenstand mitzubringen, den Sie dann mit professioneller Hilfe reparieren können.

MIT Dr. Melanie Jaeger-Erben (Psychologin und Soziologin, Technische Universität Berlin), Prof. Sibylle Klose (Modedesign, Hochschule Pforzheim), Sepp Eisenriegler (Autor und Gründer einer Reparatur-Werkstatt) und anderen
MODERATION Tina Teucher
IN KOOPERATION MIT dem Kulturzentrum Mohrvilla und der Stiftung Pfennigparade


Tags Nachhaltigkeit Konsum Verschwendung, Wirtschaft Finanzmärkte Kapitalismus

Vom kulturellen Reichtum hybrider Identitäten

07. NOVEMBER, 19 – 20.30 UHR,
MÜNCHNER KAMMERSPIELE, KAMMER 3


Viele Menschen in Deutschland fühlen sich mehr als einer Kultur zugehörig. Jede/r Fünfte hat einen Migrationshintergrund. Trotz des Wiedererstarkens nationaler Denkmuster und populistischer Debatten ist kulturelle Eindeutigkeit eine Illusion. In einer globalisierten Welt öffnen sich Kulturen und durchdingen sich wechselseitig. Zur Bezeichnung dieser neuen, hybriden Repräsentationsformen hat sich der Begriff Transkultur durchgesetzt. Dieser liefert keinen neuen Rezepte, aber neue Horizonte: Er leugnet nicht bestehende Konflikte zwischen verschiedenen Kulturen, sondern fokussiert auf das Aufspüren von Gemeinsamkeiten und unterläuft so gängige binäre Denkmuster.

MIT Prof. Gernot Wolfram (Medien- und Kulturmanagement, Macromedia Hochschule Berlin), Gülseren Ölcüm (Journalistin und Autorin) und Emilia Smechowski (Journalistin und Autorin)


Tags Gender Diversity Transkultur

Gendersalon – Queer Culture

07. NOVEMBER, 20 – 21.30 UHR,
GLOCKENBACHWERKSTATT, BLUMENSTR. 7

„Je mehr Geld du hast, desto queerer darfst du sein“ – so beschreiben die Performer*innen von „PINK MON€Y“ den Alltag der LGBTI-Community in Südafrika. Das Clubleben ermöglicht einen Schutzraum, der außerhalb nicht gegeben ist. Auch hierzulande gibt es Safe Spaces, die marginalisierten Gruppen versprechen, von diskriminierendem Verhalten, Gewalterfahrungen und verbalen Beleidigungen verschont zu bleiben. Doch dieser Ansatz allein ist langfristig nicht ausreichend. Wie kann man Menschen in die Lage versetzen, das Überschreiten gängiger Identitätsgrenzen zu akzeptieren? Welche subversive Kraft geht von Lebensentwürfen aus, die gesellschaftliche Normen hinterfragen?

The more money you have, the queerer you can be“ – this is how the performers of „PINK MON€Y“ describe the daily life of the LGBTI community in South Africa. Club life provides a shelter that is not given elsewhere outside. In this country, safe spaces that promise marginalized groups to be spared from discriminatory behavior, experiences of violence and verbal insults exist, too. However, this approach alone is not sufficient in the long term. How can people be enabled to accept the crossing of common identity boundaries? Which subversive power emanates from life plans that question social norms?

MIT/With
Mitgliedern des Ensembles von „PINK MON€Y“ und anderen
TICKETS 3 € Abendkasse vor Ort
IN KOOPERATION MIT/in cooperation with dem Gender Salon des Instituts für Soziologie, LMU


Tags Besitz Reichtum Privilegien, Gender Diversity Transkultur, Postkolonialismus Transnationale Verflechtungen, Rassismus Diskriminierung NSU, Wirtschaft Finanzmärkte Kapitalismus

Lange Nacht der Wirtschaft – Speed-Dating mit Expert/innen

08. NOVEMBER, 19 – 22 UHR, EINLASS JEDERZEIT,
HOCHX


Was ist ein Investmentfonds? Wie kommt es zu Inflation? Wie sollte ich mein Geld anlegen, damit es nicht immer weniger wird? Und warum bekommen weltweit agierende Unternehmen vom deutschen Staat Subventionen? Alles, was Sie schon immer über wirtschaftliche Entwicklungen, internationale Finanzmärkte, den Arbeitsmarkt und viele weitere Themen wissen wollten, können Sie beim Speed-Dating mit Expert/innen aus verschiedenen Bereichen der Wirtschaft in persönlichen Einzelgesprächen in Erfahrung bringen.

ANMELDUNG
anmeldung@politikimfreientheater.de


Tags Besitz Reichtum Privilegien, Postkolonialismus Transnationale Verflechtungen, Wirtschaft Finanzmärkte Kapitalismus

Die (Wieder-)Entdeckung der Armut

09. NOVEMBER, 19 – 20.30 UHR,
ST. BONIFAZ, KARLSTR. 34

Nach der Aufklärung sahen sich die Kirchen im 19. Jahrhundert regelrecht dazu gezwungen, ihre Arbeit in der Gesellschaft an die aktuellen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen anzupassen, um relevant zu bleiben; protestantische und katholische Sozialbewegungen entstanden. In welcher Beziehung steht die Kirche heute zu wirtschaftlichen Entwicklungen, zu Fragen nach Reichtum, Armut und globaler Ungleichheit?
Die Namen der Teilnehmenden werden zeitnah bekannt gegeben.


Tags Armut Prekariat, Besitz Reichtum Privilegien, Religion Philosophie

School of Disobedience: Eigentum

09. NOVEMBER, 19 – 20.30 UHR,
MÜNCHNER KAMMERSPIELE, KAMMER 3

Die Frage nach Eigentum und Umverteilung, schon im 19. Jahrhundert zentraler Konfliktpunkt, ist bis heute ungelöst. Wie können wir Eigentum neu denken und moderne Technologien einsetzen, um zu neuer Umverteilung zu kommen? Wie entsteht Wert, und wer entzieht der Gesellschaft Wert? In kleinen Gruppen werden Expert/innen unterschiedlicher Disziplinen diese und andere Fragen im Rahmen eines politisch-partizipatorischen Workshops mit den Teilnehmenden diskutieren. Die School of Disobedience ist eine hybride Wissensorganisation, ein Netzwerk von Menschen auf der Suche nach Ideen für ein gerechtes Leben für alle.

IN KOOPERATION MIT
der Nemetschek Stiftung


Tags Besitz Reichtum Privilegien, Religion Philosophie, Wirtschaft Finanzmärkte Kapitalismus

Es reicht. Wie viel Haben braucht das Sein?

10. NOVEMBER, 15 – 18 UHR,
BILDUNGSZENTRUM EINSTEIN 28, EINSTEINSTR. 28


Mein Haus, mein Auto, mein Pferd: Was brauchen wir, um glücklich zu sein? Und umgekehrt: Wann fallen uns die Dinge zur Last? Für die Umwelt wäre Verzicht ein Gewinn. Wie aber lebt es sich mit „weniger“? Die Münchner Volkshochschule lädt Sie ein zu einem Nachmittag mit Denkanstößen und praktischen Erfahrungsberichten. Impulse zu psychologischen und politischen Aspekten des Habens und Verzichtens geben Kathrin Hartmann (Journalistin, Autorin) und Wolfgang Schmidbauer (Psychoanalytiker, Autor). Im Anschluss finden mit Akteur/innen aus der Praxis Workshops zu den Themen Ernährung, Konsum, Mobilität oder Wohnen statt.

ANMELDUNG
www.mvhs.de (Veranstaltungsnummer H110302) und telefonisch unter Tel. 089 / 480 06 – 62 39
IN KOOPERATION MIT der Münchner Volkshochschule und dem Netzwerk Klimaherbst e.V.


Tags Besitz Reichtum Privilegien, Nachhaltigkeit Konsum Verschwendung, Religion Philosophie

Reichtum und Eliten: Eine Annäherung

10. NOVEMBER, 16 – 18 UHR,
EVANGELISCHE STADTAKADEMIE MÜNCHEN, HERZOG-WILHELM-STR. 24

Was bedeutet Reichtum und wie wird er bemessen? Wie entstehen Vermögens- und Wirtschaftseliten? Was sind Gründe und Ursachen für eine starke soziale Distanz zum Reichtum? Was fördert dennoch eine grundlegende Akzeptanz starker materieller Unterschiede in Gesellschaften? Wie verhält sich Macht zu Reichtum und umgekehrt?

MIT
Dr. Eva Maria Gajek (Fachjournalistik Geschichte, Justus-Liebig-Universität Gießen), Dr. Leonhard Horowski (School of History, Freiburg Institute for Advanced Studies (FRIAS)), Prof. Dr. Wolfgang Lauterbach (Universität Potsdam)
MODERATION Tobi Müller (Kulturjournalist, Autor)
ANMELDUNG www.evstadtakademie.de
IN KOOPERATION MIT der Evangelischen Stadtakademie München


Tags Armut Prekariat, Besitz Reichtum Privilegien, Wirtschaft Finanzmärkte Kapitalismus

Der Himmel auf Erden!

10. NOVEMBER, 19 – 20.30 UHR,
MÜNCHNER KAMMERSPIELE, KAMMER 3

Der Himmel auf Erden – dieses göttliche Versprechen begleitet die Menschheit seit Jahrtausenden in vielen religiösen Traditionen und Kulturen. Immer mit dabei: die Frage nach dem Wie. Auf dem Panel wird mit Expert/innen aus Entwicklung, Wirtschaft und Religion darüber diskutiert, wie Religion im 21. Jahrhundert nicht nur als individuelle Inspiration, sondern als gesellschaftliches Wissenssystem Menschen dazu befähigen kann, ihre geistige und materielle Entwicklung selbst in die Hand zu nehmen.


Tags Armut Prekariat, Besitz Reichtum Privilegien, Religion Philosophie

Was macht das Leben reich?

PHILOSOPHISCHES GESPRÄCH FÜR ALLE GENERATIONEN
11. NOVEMBER, 15 – 17 UHR,
MÜNCHNER KAMMERSPIELE, KAMMER 3

Was macht eine Gesellschaft „reich“? Was ist für mich ein „reiches“ Leben? Je nach Lebenssituation hat jeder Mensch andere Antworten auf diese Fragen. Am moderierten philosophischen Gespräch können alle 60 Besucher/innen aktiv teilnehmen. Als Gesprächsimpuls teilen fünf Personen, die auf unterschiedliche Weise am Festival beteiligt sind, ihre persönliche Haltung zum Thema „reich“. Ein Austausch der Generationen, Kulturen, Lebenssituationen und Perspektiven.

ANMELDUNG
anmeldung@politikimfreientheater.de
IN KOOPERATION MIT der Akademie Kinder philosophieren der gfi gGmbH


Tags Religion Philosophie

Reichtum verpflichtet?

11. NOVEMBER, 15 – 17 UHR,
EVANGELISCHE STADTAKADEMIE MÜNCHEN, HERZOG-WILHELM-STR. 24

Der Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung aus dem Jahr 2017 kommt in seiner ersten Fassung zu dem Ergebnis, dass sozial benachteiligte Schichten in der Politik weniger repräsentiert sind und somit die politischen Entscheidungen öfter zu ihren Lasten fallen. Wie lässt sich diese Schieflage erklären? Warum haben Partikularinteressen in Demokratien so großen Einfluss? Welche Änderungen sind notwendig, um eine gerechte Beteiligung und eine Balance in der demokratischen Repräsentativität herzustellen? Wie verhält sich Reichtum zu Gerechtigkeits- und Verteilungsdiskursen?

MIT
Prof. em. Michael Hartmann (Elite- und Organisationssoziologie, Technische Universität Darmstadt), Lea Elsässer (Institut für Sozioökonomie, Universität Duisburg-Essen, angefragt)
MODERATION Tobi Müller (Kulturjournalist und Autor)
ANMELDUNG www.evstadtakademie.de
IN KOOPERATION MIT der Evangelischen Stadtakademie München


Tags Besitz Reichtum Privilegien, Gender Diversity Transkultur, Rassismus Diskriminierung NSU

INTERDISZIPLINÄRE RINGVORLESUNG

In der für das Festival eigens konzipierten Ringvorlesung „Perspektiven“ der Ludwig-Maximilians-Universität werden relevante Aspekte des Festivalthemas „reich“ an wechselnden Orten interdisziplinär beleuchtet. Hierfür kooperieren die Lehrstühle Soziologie, Ethnologie, Europäische Ethnologie, Theaterwissenschaft, Germanistik, Wirtschaftspolitik und Politikwissenschaft.

Perspektiven I: Altersarm im reichen Deutschland

05. NOVEMBER, 17 – 18.30 UHR,
HEPPEL & ETTLICH, FEILITZSCHSTR. 12

Im „alternden“ Deutschland werden zunehmend die „produktiven Alten“ entdeckt, reich an Erfahrung und verwertbaren Ressourcen. Zugleich ist Altersarmut, zumal unter Frauen, hierzulande eine soziale Tatsache. Wie gehen alte Menschen damit um, dass sie mittellos sind in einer reichen Gesellschaft? Der Abend thematisiert die widersprüchlichen Anrufungen an alte Menschen – und wie diese selbst darauf antworten.

MIT
Prof. Irene Götz (Institut für Europäische Ethnologie) und Prof. Stephan Lessenich (Institut für Soziologie)


Tags Armut Prekariat, Gender Diversity Transkultur

Perspektiven II: Asyl als Gastrecht? Anspruch und Dilemma

06. NOVEMBER, 17 – 18.30 UHR,
FESTIVALZENTRUM

In der Antike beschreibt Hikesie das Ritual des „Asylgewährens“. Das Recht des Einzelnen auf religiös oder politisch motivierten Schutz durch die Götter ist ein Grundrecht der griechischen Polis. Welche theaterästhetischen und philosophischen Implikationen lassen sich daraus für die aktuelle Asyldebatte ableiten? Und wie stellt sich das Themenfeld aus Sicht der Asylsuchenden dar? Anhand von Beispielen aus der Region Horn von Afrika werfen wir einen Blick auf die Realitäten, Vorstellungswelten und Handlungsnöte der Migration nach Europa.

MIT Prof. Christopher Balme (Institut für Theaterwissenschaft) und Prof. Magnus Treiber (Institut für Ethnologie)


Tags Flucht Migration, Religion Philosophie, Theater

Perspektiven III: Raum macht reich. Räume der Ausgrenzung

07. NOVEMBER, 17 – 18.30 UHR,
EINSTEIN KULTUR, EINSTEINSTR. 42

Räume sortieren – sie schließen ein und grenzen aus. Dabei können auch die unsichtbaren Mauern zu unüberwindbaren Barrieren werden. In einer Workshop-Diskussion wollen wir eine Möglichkeit der (Selbst-)Reflexion und Auseinandersetzung mit Räumen der Ausgrenzung schaffen. Welche Räume grenzen aus? Wie grenze ich aus? Wie fühlt sich beides an? Was kann konkret getan werden, um sichtbare und unsichtbare Barrieren im Alltag zu überwinden? Wir möchten Raum schaffen für Perspektivwechsel und praktische Impulse.

MIT Dr. Bartek Pytlas (Lehrstuhl für Politische Systeme und Europäische Integration) und Léa Maria Rei (Kultur- und Religionswissenschaftlerin, Mediatorin)


Tags Besitz Reichtum Privilegien, Rassismus Diskriminierung NSU, Religion Philosophie

Perspektiven IV: Das Finanzsystem und die Ungleichheit

08. NOVEMBER, 17 – 18.30 UHR,
HOCHX, Entenbachstr. 37 München

Reiche und arme Menschen unterscheiden sich unter anderem darin, über wieviel Geld sie jeweils verfügen. Doch woher kommt dieses Geld, wie wird es verteilt und was für eine Rolle spielen Kredite bei der Verschärfung sozialer Unterschiede? Diese Gesprächsrunde bringt die wichtigsten Probleme des derzeitigen Finanzsystems auf den Tisch und stellt die grundlegendsten Fragen: Worin liegen die Gründe für Finanzkrisen? Können Reformen und Maßnahmen zur Regulierung das System verbessern? Oder sollte ein neues entwickelt werden – und wie könnte das aussehen? Da Geld eine starke symbolische Kraft besitzt, wagen wir neben dem wissenschaftlichen auch einen künstlerischen Blick auf die Debatte und beziehen das Publikum in die Entwicklung von Lösungen mit ein.

MIT Prof. Andreas Haufler (Professor für Wirtschaftspolitik, LMU), Prof. Helge Peukert (Professor für Plurale Ökonomik, Universität Siegen) und Anna Poetter (Performancekünstlerin und Pilgerin des Geldes)
MODERATION Dr. Miriam Shabafrouz (Bundeszentrale für politische Bildung)


Tags Armut Prekariat, Besitz Reichtum Privilegien, Wirtschaft Finanzmärkte Kapitalismus

Perspektiven V: Schön und reich

09. NOVEMBER, 17 – 18.30 UHR,
PATHOS

Woll(t)en wir das nicht alle werden: „schön, reich und berühmt“? Aber: Macht das glücklich? Wie sieht überhaupt so ein schönes, reiches, berühmtes Leben aus? Der Glaube an die wechselseitige Abbildung von reich und schön ist allgegenwärtig. Schönheit und Reichtum versprechen nicht nur die Erfüllung aller Wünsche und Sehnsüchte, sondern auch ein Leben jenseits gesellschaftlicher Zwänge und Grenzen. Oder: „Armut macht hässlich“? Unser Podium wird den Zusammenhang von reich und schön entlang von Impulsvorträgen befragen und mit dem Publikum diskutieren.

MIT Prof. Paula-Irene Villa (Institut für Soziologie) und Prof. Annette Keck (Institut für Deutsche Philologie)


Tags Besitz Reichtum Privilegien, Gender Diversity Transkultur, Religion Philosophie