Gewaltig ungleich: Migrationswelten dokumentieren

04. NOVEMBER, 19 – 20.30 UHR,
BELLEVUE DI MONACO (CAFÉ), MÜLLERSTR. 2 – 6

Körper, umgeben von Kleidung, treiben einsam und tonlos durch das Schlussbild von Laura Uribes Stück „Mare nostrum“, das beim diesjährigen Theaterfestival in den Münchner Kammerspielen gezeigt wird. Ein wirkmächtiges Motiv, das verstört und zugleich Alltag ist. Die Welten von Flucht, Vertreibung und Migration sind geprägt von untrennbaren Widersprüchen: Leben, Tod, Angst, Hoffnung, Ausbeutung, Solidarität, Ignoranz, Entwurzelung, Neuanfang, Distanz, Nähe. Dafür scheint ein Blick auf Fluchtrouten, Bürgerkriege und Grenzanlagen im Mittelmeerraum bereits zu genügen. Medialen und künstlerischen Dokumentationsprozessen fällt dabei eine zentrale Rolle zu, Widersprüchliches zu benennen und zugänglich zu machen. Gleichzeitig bleibt es eine Herausforderung, Wissen über Fluchtkontexte in Europa und weltweit und damit einhergehende strukturelle Ungleichheiten und Gewalterfahrungen kritisch-aktivistisch erfassbar zu machen.
Welche Rollen nehmen Medienschaffenden und KünstlerInnen dabei ein? Welche Grenzen, Konflikte und Handlungsspielräume ergeben und schließen sich? Wo liegen Grenzen zwischen transnationalen politischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Wirklichkeiten und Realitäten?

MIT
Jakob Preuss (Filmemacher), Efthymis Angeloudis (Journalist) und Laura Uribe (Theaterregisseurin), Alex Rühle (Moderation)
IN KOOPERATION MIT dem Bellevue di Monaco

Tags Flucht Migration, Postkolonialismus Transnationale Verflechtungen