Repaircafé und „Weg damit?!“

06. November, 17 – 19 Uhr
MÜNCHNER KAMMERSPIELE, KAMMER 3

Eines Tages funktioniert der Drucker nicht mehr. Eine Fehlmeldung erscheint jedes Mal auf dem Display sobald er angeschaltet wird. Dabei ist er erst zwei Jahre alt. Reparieren lassen? Finanziell nicht rentabel, dann also doch in den nächsten Technikmarkt und einen neuen Drucker kaufen. Geplante Obsoleszenz, also geplanter Verschließ von Produkten, so nennen viele verärgerte VerbraucherInnen dieses Phänomen. Doch werden in Produkte wirklich vorsätzlich Fehler eingebaut? Schwachsinn sagen hier viele Unternehmen und spielen den Ball zurück. Es seien die Kunden, die Produkte nicht bis zum tatsächlichen Ende nutzen und immer nach neuen, besseren und schickeren Modellen fragen.
Fakt ist: unsere verinnerlichte Wegwerfmentalität, sei es durch schlecht produzierte Produkte oder durch das ständige Verlangen nach dem Neuen, führt dazu, dass wir nicht nur Unmengen an Ressourcen verbrauchen, sondern sie auch in kürzesten Abständen wieder entsorgen. Dies führt nicht nur zu erheblichen ökologischen, sondern auch sozialen Problemen.

In einem Repaircafé laden wir dazu ein, der Mentalität des Wegwerfens entgegenzuwirken. Haben Sie einen kaputten Toaster, ein plattes Fahrrad oder eine Jeans, die Sie schon lange flicken wollten? Hier haben Sie die Chance einen Gegenstand mitzubringen, den Sie dann mit professioneller Hilfe reparieren können.
Ab 19 Uhr sind Sie herzlich willkommen bei der Podiumsdiskussion „Weg damit?! Perspektiven auf geplante Obsoleszenz und Konsumrausch“.

Mit Dr. Melanie Jaeger-Erben (Leitung Lehr- und Forschungseinheit Mensch-Umwelt-Beziehungen, LMU München), Prof. Sibylle Klose (Mode, Hochschule Pforzheim), Prof. Dr. Christian Kreiß, Professor für Finanzierung an der Hochschule Aalen
Moderation: Tina Teucher

Tags Nachhaltigkeit Konsum Verschwendung, Wirtschaft Finanzmärkte Kapitalismus