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Politik ↔ Theater

THEATER ALS MEDIUM POLITISCHER BILDUNG IM UNTERRICHT

Das Theater gilt nicht erst seit Bertolt Brechts Konzeption des epischen Theaters als Ort des Politischen – wieso im Rückschluss nicht auch der Politikunterricht als Ort des Theaters? In der Fortbildung wird das Theater als Medium politischer Bildung erprobt. Die Fortbildung gibt szenische Mittel und Methoden der Theaterpädagogik an die Hand, die exemplarisch zeigen, wie kleine Inszenierungen im Unterricht Ausgangspunkt für den politischen Diskurs im Klassenzimmer sein können. Auf diese Weise werden beispielhaft konkrete Umsetzungsmöglichkeiten für das „Gesamtkonzept für die Politische Bildung an bayerischen Schulen“ vermittelt.

Der Fortbildungstag findet im Rahmen des Schul- und Jugendprogramms Politik im Freien Theater statt. Die an diesem Tag vorgestellten Methoden stellen das Festivalthema „reich“ in den Mittelpunkt, lassen sich aber auch auf andere Fragestellungen und Inhalte übertragen. Zudem werden im Rahmen der Fortbildung Bezugspunkte zum Festivalprogramm hergestellt, sodass sich hier auch Anknüpfungspunkte für den möglichen Festivalbesuch mit Schulklassen bieten. Auch die Bedeutung des Theaters als Ort der politischen Bildung wird dabei diskutiert.

Diese Fortbildung verlangt kein Vorwissen in der Theaterarbeit und richtet sich an bayerische Lehrkräfte aller Schulformen und Unterrichtsfächer. Vor allem sind Lehrkräfte angesprochen, die als politische Bildner fungieren oder sich besonders für die Umsetzung politischer Bildung im Schulunterricht interessieren.

Termine, jeweils 10 – 16 Uhr
15. Oktober, München
Münchner Kammerspiele Anmeldung

17. Oktober, Nürnberg
Akademie für Schultheater und performative Bildung, Kulturwerkstatt Auf AEG Anmeldung

22. Oktober, Kaufbeuren
Jakob-Brucker-Gymnasium Anmeldung

23. Oktober, Regensburg
Theater Regensburg Anmeldung

Ergänzend zur Fortbildung erscheint das Methodenkartenset „theater ↔ politik.elementar“, das über die Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit und die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb bestellt werden kann (kostenpflichtig).

Konzeption und Leitung Johannes Uschalt (Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit), Anne Paffenholz (Bundeszentrale für politische Bildung) & Elke Bauer (Münchner Kammerspiele, Kammer 4 You)
Eine Kooperation der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit, Bundeszentrale für politische Bildung und Münchner Kammerspiele
Die Teilnahme ist kostenfrei.
Infos johannes.uschalt@stmuk.bayern.de
Anmeldung über www.fibs.alp.dillingen.de oder johannes.uschalt@stmuk.bayern.de


Tags Armut Prekariat, Besitz Reichtum Privilegien, Theater

EIN INTERDISZIPLINÄRES SCHULPROJEKT ZU WERT UND WERTEN

290 Kinder und Jugendliche an sechs Partnerschulen (von der 3. bis zur 13. Klasse) forschen ab September in interdisziplinären Unterrichtsprojekten zu Wert(en) und dem Leben in einer wohlhabenden Stadt. Unterstützt werden sie dabei von ihren Lehrer/innen sowie Expert/innen und Künstler/innen. In innovativen Formaten politischer, ökonomischer und kultureller Bildung entstehen als Teil von Politik im Freien Theater vielfältige künstlerisch-mediale Perspektiven und Ergebnisse in Form von Videos, Fotos, Sounds und einem Song.

Zum Projekt „MÜNCHEN XXL“ gibt es eine kurze Videodokumentation (Schnitt: Dorothea Seitz).

Die Videodokumentation „MÜNCHEN XXL“ in der bpb-Mediathek

 

Partnerschulen Grundschule an der Herrnstraße / Mittelschule am Winthirplatz / Städtische Wilhelm-Busch-Realschule / Städtisches Thomas-Mann-Gymnasium / Städtisches Willi-Graf-Gymnasium / Städtische Fachoberschule für Gestaltung

Mit den Künstler/innen Axel Bahro, Sylva Häutle, Andrea Huber, Anna McCarthy, Marco Merz, Dorothea Seitz, Rebecca Zehr, JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis

Idee, Gesamtkonzept & Projektleitung Bundeszentrale für politische Bildung: Anne Paffenholz

Projektleitung Münchner Kammerspiele: Elke Bauer


Tags Armut Prekariat, Besitz Reichtum Privilegien, München, Theater, Wirtschaft Finanzmärkte Kapitalismus

„Pünktchen und Anton“ – Freundschaft zwischen arm und reich

LITERATUR-WORKSHOPS MIT DER INTERNATIONALEN JUGENDBIBLIOTHEK MÜNCHEN / 3. BIS 5. KLASSE
06., 07. UND 08. NOVEMBER, JEWEILS 9.30 – 12 UHR
IJB, SCHLOSS BLUTENBURG, SELDWEG 15

„Ich wünsche jedem von euch einen guten Freund“, schreibt Erich Kästner in seinem berühmten Kinderroman. Er erzählt seinen Leser/innen, was die aus verschiedenen Lebensverhältnissen stammenden Kinder Luise „Pünktchen“ Pogge und Anton Gast gemeinsam erleben – und füreinander tun. Doch ist es nicht eher ungewöhnlich, dass ein armes und ein reiches Kind eine so tiefe Freundschaft verbindet? Ausgehend von dieser Frage machen sich die Schüler/innen auf die Suche nach eigenen Antworten. Begleitet von einem Besuch im Erich-Kästner-Zimmer der Bibliothek wird in diesem literarisch-kreativen Workshop auch künstlerisch gearbeitet: Die Kinder gestalten neue, eigene Covervorschläge zu „Pünktchen und Anton“.

Leitung Tina Rausch (Literaturvermittlerin)


Tags Armut Prekariat, Besitz Reichtum Privilegien

Begleitangebot zur Produktion „£¥€$“

06., 07. UND 08. NOVEMBER

Themenfeld: „Wohlstand und Märkte“
In unserer vernetzten Welt bewegen sich auch Finanz- und Warenströme rund um den Globus. Wie die Wirtschafts- und Finanzkrise 2008 gezeigt hat, besteht eine hohe Interdependenz zwischen freien Märkten weltweit. Wohlstand lässt sich nicht mehr nur auf nationaler Ebene denken. Im Rahmen des Workshops wird den Teilnehmenden ein Grundverständnis davon vermittelt, wie sich nationale Ökonomien gegenseitig bedingen. Gleichzeitig geht es um die Frage, wie Wirtschaft und Finanzmärkte in der globalen Zukunft aussehen können, um ein gutes Leben über Staatsgrenzen hinweg zu ermöglichen. Auch alternative Wirtschaftsmodelle werden diskutiert.

TeamGLOBAL Yanika Meyer-Oldenburg & Lara Nonhoff


Tags Besitz Reichtum Privilegien, Wirtschaft Finanzmärkte Kapitalismus

Johnny Miller: Unequal Scenes

02. NOVEMBER, 19 UHR,
VERNISSAGE IN ANWESENHEIT DES KÜNSTLERS
03., 04. und 09., 10. November, jeweils 15 – 20 Uhr,
KÖŞK, SCHRENKSTR. 8
In englischer Sprache

Die Aufnahmen seines Fotoprojekts „Unequal Scenes“ sind eindrucksvoll und hinreißend ästhetisch – und sie stimmen nachdenklich. Johnny Miller, US-Fotograf mit Sitz in Kapstadt, zeigt Bilder zum Thema Ungleichheit. Seine spektakulären Drohnenaufnahmen werfen Blicke von oben auf eine ungleiche Welt – ob in Mexiko-Stadt, Kapstadt in Südafrika oder Mumbai in Indien.
Vor dem Hintergrund der Apartheitserfahrungen in Südafrika zeigt Miller in seinen Bildern Diskrepanzen zwischen Lebenswelten. Diskrepanzen, die am Boden in dieser Form nicht sichtbar sind. Aus mehreren Metern Höhe erhalten Beobachterinnen und Beobachter eine neue Perspektive auf die Wirklichkeit der Dinge: Unglaubliche Szenen der Ungleichheit.
Die Trennung mancher Communities ist zum Teil bewusst seit vielen Jahren und Jahrzehnten geplant worden. An anderen Stellen ist sie mehr oder weniger organisch gewachsen. Die erschreckende Erkenntnis: Extreme – zwischen Wohlstand und Privilegien auf der einen Seite und bitterer Armut auf der Anderen – ko-existieren räumlich oft nur wenige Meter getrennt voneinander.
Was treibt Miller in seinem Drohnen-Fotoprojekt an? Er möchte Ungleichheiten mit seinen Bildern möglichst objektiv darstellen. Er bietet neue Perspektive auf alte Probleme an. Und: Er möchte zu Dialog anregen, um sich über Ungleichheit und Entrechtung konstruktiv und friedlich auseinanderzusetzen.

The photographs of his photo project „Unequal Scenes“ are impressive and enchantingly aesthetic, and above all thought-provoking. Johnny Miller, US photographer based in Cape Town, shows pictures on the subject of inequality. His spectacular drone shots cast glances from above onto an unequal world – whether in Mexico City, Cape Town in South Africa, or Mumbai in India.
Against the background of his experiences of apartheid in South Africa, Miller’s pictures show discrepancies between worlds. Discrepancies that are, as such, not visible on the ground. From a height of several meters, these shots allow observers a completely new perspective on the reality of things: a reality of unbelievable scenes of inequality.
The separation of some communities has in part been deliberately planned for many years and decades. In other places it has grown more or less organically. The frightening realization is: extremes – between prosperity and privileges on the one hand and bitter poverty on the other – often coexist spatially only a few meters apart.
So, what drives Miller in his drone photo project? Notably, he wants to display inequalities with his pictures as objectively as possible, with which a new perspective on old problems is offered. And: he wants to encourage dialogue in order to deal constructively and peacefully with inequality and the deprivation of rights.

In Kooperation mit/ in cooperation with dem Kreisjugendring München-Stadt und der Deutschen Welle, die „Unequal Scenes“ anlässlich des Global Media Forums 2018 in Bonn einem internationalen Publikum präsentiert hat.
Weitere Infoshttps://www.dw.com/de/themen/s-9077; https://www.kjr-m.de/; http://www.koesk-muenchen.de/


Tags Armut Prekariat, Besitz Reichtum Privilegien, Gender Diversity Transkultur, Postkolonialismus Transnationale Verflechtungen, Wirtschaft Finanzmärkte Kapitalismus

A Modern Man

REGIE: EVA MULVAD
DÄNEMARK, DEUTSCHLAND 2017,
DOKUMENTARFILM, 85 MIN., OV
11. NOVEMBER, 20 UHR,
CITY KINOS, SONNENSTR. 12

Der Geiger Charlie Siem ist reich, schön, sportlich, smart und musikalisch hochbegabt. Als Sohn einer Milliardärsfamilie verbringt er die Pausen zwischen den Auftritten mit dem Kauf von teuren Autos und maßgeschneiderten Anzügen und pendelt zwischen den Häusern in Monte Carlo, London und Florenz hin und her. Eva Mulvad zeigt Charlie Siem in ihrem intimen Porträt als einen von eigenen Ansprüchen Getriebenen. Der Weg zum Stargeiger ist steinig und gepflastert von lukrativen Angeboten, als Model für Armani und Hugo Boss vor der Kamera zu stehen. Die Geschichte des Musikers ist das Drama des begabten Kindes: Wofür lebt Charlie, wenn er schon alles hat, wofür andere kämpfen müssen? Macht Erfolg einsam?


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Februar

REGIE: MARLENA MOLITOR
DEUTSCHLAND 2018, DOKUMENTARFILM, 14 MIN., OMEU
08. NOVEMBER, 09 – 10.30 UHR UND 11 – 12.30 UHR,
GASTEIG, CARL-AMERY-SAAL, ROSENHEIMER STR. 5

Das Leben unter einer Münchner Brücke, in Schwarz-Weiß. Mit zarter Behutsamkeit nähert sich der Film einem Paar, das unter den alltäglichen Härten der Obdachlosigkeit versucht, seine Würde zu wahren. Der Film stellt eine intensive Nähe zu den Protagonisten her und lässt die Zuschauer/innen teilhaben an einem sehr beschränkten Lebensraum.
Das Leben unter einer Münchner Brücke, in Schwarz-Weiß. Mit zarter Behutsamkeit nähert sich der Film einem Paar, das unter den alltäglichen Härten der Obdachlosigkeit versucht, seine Würde zu wahren. Der Film stellt eine intensive Nähe zu den Protagonisten her und lässt die Zuschauer/innen teilhaben an einem sehr beschränkten Lebensraum.

Die Vorführungen werden von einem Filmgespräch begleitet und richten sich ausschließlich an Schulklassen (ab 10. Klasse). (Siehe Jugend & Schule)

In Kooperation mit DOK.education

Kontakt für inhaltliche Rückfragen Maya Reichert, 0177 / 629 26 29 oder reichert@dokfest-muenchen.de
Anmeldung vermittlung@politikimfreientheater.de


Tags Besitz Reichtum Privilegien, München

Der Geldkomplex – El Complejo de Dinero

REGIE: JUAN RODRIGÁÑEZ
MIT: LOLA RUBIO, EDUARD MONT DE PALOL, RAFAEL LAMATA, GIANFRANCO PODDIGHE
SPANIEN 2015, SPIELFILM, 76 MIN., OMEU
04. NOVEMBER, 18.30 UHR,
NEUES MAXIM, LANDSHUTER ALLEE 33

Der ewige Geldmangel von Künstler/innen. Die Schwabinger Skandalgräfin Fanny zu Reventlow schrieb 1916 einen anarchischen Briefroman über den „Geldkomplex“, den Rodrigáñez ins heutige Spanien verlegt. Auf einer Finca hat sich eine Gruppe von Überlebenskünstler/innen niedergelassen. Man plaudert über Geld, Revolution und eine streng geheime Goldmine. Ein sommerlich-leichtes Schelmenstück über „Geld oder Liebe“. Und über Freundschaft.
Der Film spiegelt das Thema prekären Lebens wider. Er entstand als No-Budget-Produktion im Elternhaus des Filmemachers, zusammen mit seinen Freunden, die alle Künstler/innen sind. Das Leben in den Tag hinein widersetzt sich zugleich auf sehr unterhaltsame Weise der handlungstreibenden Erzählökonomie. Der Film erhielt 2015 den Preis für die Beste Regie beim Filmfestival für den spanischen Film in Malaga.


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